Solidaritätsgruppe für die kriminalisierten Antifaschist_innen von Remagen


In der Region Rhein-Ahr gibt es mit dem ‚Aktionsbüro Mittelrhein‘ eine der aktivsten und gefährlichsten Nazigruppierungen in Westdeutschland. Trotzdem wird dringend notwendiges antifaschistisches Engagement kriminalisiert. Verurteilungen ohne Beweise und Zeugeneinschüchterungen dürfen nicht hingenommen werden!

Mittlerweile hat sich eine Soli-Gruppe ge­bildet, die die kriminalisierten Antifaschisten_innen unterstützt. An Unterstützung ist sowohl Öffentlichkeitsarbeit zur Vorgehensweise der StA Koblenz und zur Kriminalisierung antifaschistischen Engagements, als auch fi­nanzielle Unterstützung notwendig.

Demnächst stehen Gerichtsverfahren wegen des Vorwurfs des Landfriedensbruchs bzw. der gefährlichen Körperverletzung gegen mindestens 6 weitere Personen an. Die Prozesstermine sind am 25.7. und 15.8.2011 (Amtsgericht Sinzig). Leider ist nicht auszuschließen, dass es auch dort zu ähnlich skandalösen Urteilen kommen wird wie bei dem bereits stattgefundenen Prozess und Berufungsverfahren notwendig werden. Auf die Angeklagten kommen Anwalts- und Prozesskosten von hoch gerechneten etwa 15.000,- Euro zu.

Sie brauchen Eure Solidarität — Spenden bitte auf das Konto der Soli-Gruppe

Banda Bassotti auf dem UZ-Pressefest!

Im SDAJ-Bereich des UZ-Pressefests, das vom 24. bis 26. Juni 2011 im Revierpark Wischlingen in Dortmund stattfindet, wird am Samstag die italienische Ska-Punk-Band Banda Bassotti spielen. Kommt vorbei! Eintritt frei!

La Banda Bassotti gründeten sich ursprünglich 1981 in Rom als eine Gruppierung politisch aktiver Handwerker, die sich dem Kampf gegen den Franquismus und Faschismus verschrieben hatten und sich für unterdrückte Bevölkerungsteile in vielen Ländern einsetzten.

1987 ging aus dieser Gruppierung die Band Banda Bassotti hervor. Inspiriert wurde ihre Musik damals vor allem durch The Clash und The Specials. Mit ihren revolutionären Texten und Coverversionen internationaler Arbeiterlieder wurden sie schnell ein entscheidender Bestandteil der italienischen Widerstandsszene, immer anwesend auf allen wichtigen Demonstrationen.

1991 veröffentlichten Banda Bassotti ihr erstes Album „Figli della stessa rabbia“, welches sofort ein internationaler Erfolg wurde. Vor allem in Spanien fanden sie großen Zuspruch. So spielten sie bereits auf der Tour zu ihrem zweiten Album allein dort vor über 100.000 Menschen.

1996 entschieden Banda Bassotti, die Band aufzulösen, da es für sie immer schwieriger wurde, Job und Musik unter einen Hut zu bekommen. Vorerst war man durch das viele Touren mit den Kräften am Ende.
2001 kam es glücklicherweise zur Wiedervereinigung. Banda Bassotti beschlossen ein Benefizkonzert zu spielen, zu dem 12.000 Leute aus ganz Europa pilgerten. Von da an ging es mit erweiterter Bandbesetzung kontinuierlich weiter.

Mehr Infos zum UZ-Pressefest hier.

Hunderte Jugendliche bei den regionalen Pfingstcamps der SDAJ

Hier findet ihr ein paar Fotos vom Pfingstcamp NRW der SDAJ-Landesverbänden Ruhr- und Rheinland-Westfalen: www.ruhr.sdaj-netz.de
Mit den ca. 140 Teilnehmer*innen war das Pfingstcamp 2011 in Ahaus ein voller Erfolg.
Vielen Dank an die zahlreicher Genossinnen und Genossen, die das durch ihren engagierten Einsatz ermöglicht haben!

Auch das linke Nachrichtenportal RedGlobe berichtet über unsere regionalen Pfingstcamps:

Mehrere Hundert Jugendliche haben an diesem verlängerten Wochenende an den traditionellen Pfingstcamps der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) teilgenommen. Mit einem Süd-, einem Nord- und einem Ostcamp sowie einem Pfingstcamp NRW teilten sich die Jugendlichen nach Regionen auf. Gemeinsam war allen Camps nicht nur die Verbindung zwischen Politik und Spass, sondern auch die Tatsache, dass die Zeltlager und alle Veranstaltungen ohne Kommerz und selbstorganisiert stattfanden. Für hauptamtliche Organisatoren fehlt dem Jugendverband das Geld – zum Glück. So bestimmen keine Sponsoren, sondern die Jugendlichen selbst, was passiert.

Im Süden machte das Wetter dem Slogan „Sommer, Sonne, Sozialismus“ zwar zeitweise einen nasskalten Strich durch die Rechnung, aber die Jugendlichen liessen sich im äussersten Süden der Republik, in Sichtweite der Königsschlösser, die Stimmung nicht verderben. Auf dem Programm standen neben Diskussionen über Stuttgart 21 und Verhalten gegen die Repression auch Konzerte und andere Veranstaltungen, bei denen sich ausgetobt werden konnte.

Im Nordcamp am Falkensteiner Strand bei Kiel wurde darüber diskutiert, wie linke Strukturen in ländlichen Gegenden aufgebaut und gefestigt werden können. Am Beispiel ihrer Kampagne „Das Kapital schlägt zu, wir schlagen zurück!“ besprachen die Jugendlichen Aktionsmöglichkeiten.

„Strike Back! Wir kämpfen für unsere Rechte – Solidarität ist unsere Waffe!“ war das Motto des SDAJ-Camps in Nordrhein-Westfalen. Das Musikprogramm, dass den ca. 140 TeilnehmerInnen geboten wurde, reichte von Punk mit Hartmut über Rap mit Derbst One, Grunge von The Malfunction und Ska von The Coconut Butts bis hin zu Arbeiterliedern mit Achim Bigus, gefolgt von Party bis tief in die Nacht.

Im Osten luden die SDAJ Berlin und Leipzig zu ihrem Camp unter der Losung „Working class, kick your ass“ nach Bernau bei Berlin. Auch hier standen neben Musik diverse politische Diskussionsrunden auf dem Programm, unter anderem zu den Themen Krise & Jugend, Antifa-Situation in Ostdeutschland, Antimilitarismus und SchülerInnenpolitik.

Wessen Schule ist die Schule? – Bundesweite Schulstreikkonferenz in Köln

Einladung zur bundesweiten Schulstreikkonferenz am 16./17.07. in Köln

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Interessierte

Nicht erst durch die anstehenden Doppeljahrgänge wird wieder einmal klar was für Probleme das Turboabi (G8) mit sich bringt. Durch G8 und zentrale Abschlussprüfungen ist unser Lehrplan völlig überfüllt und inhaltlich festgelegt. Zeit und Raum für demokratische Mitbestimmung in der Schule gibt es immer weniger. Stattdessen häufen sich Verbote und Repressionen.

In immer mehr Bundesländern wird das dreigliedrige Schulsystem zu einem zweigliedrigen umgebaut. Das Modell der einen Schule für alle rückt damit allerdings ebenfalls weiter in die Ferne.

Aber nicht nur strukturelle, sondern auch inhaltliche Veränderungen erfordern unseren Protest und Widerstand. Die Bundeswehr drängt wieder stärker an unsere Schulen und schließt mit immer mehr Schulministerien sogenannte Kooperationsabkommen ab. Ganze Unterrichtseinheiten werden so immer häufiger komplett durch die Bundeswehr gestaltet.

Die Liste ließe sich problemlos fortsetzen, Gründe für einen bundesweiten Schulstreik gibt es genug.

Wir wollen diese Entwicklungen nicht einfach hinnehmen! Lasst uns gemeinsam über passende Antworten diskutieren, Protestaktionen planen und Vernetzungsmöglichkeiten ausloten.
Auch Studierende und Auszubildende sind natürlich herzlich eingeladen teilzunehmen.

Darum, beteiligt euch an der bundesweiten Schulstreikkonferenz am 16./17.07. am Schiller-Gymnasium in Köln! Los geht es am Samstag (16.07.) um 11 Uhr in der Aula des Schiller-Gymnasiums (Anfahrt siehe unten). Für Schlafplätze und günstige Verpflegung wird gesorgt.

Schickt doch bitte eine kurze E-Mail an schulstreik2011@gmail.com wenn ihr an der Konferenz teilnehmen wollt, insbesondere wenn ihr Schlafplätze benötigt.

Wir werden als Einlader einen Tagesordnungsvorschlag erarbeiten. Dazu wäre es wichtig, dass ihr uns eure Wünsche zukommen lasst.

Es laden ein:
SchülerInnenvertretung des Schiller-Gymnasiums in Köln
LandesschülerInnenvertretung NRW
Bildungsblockaden einreißen! (Berlin)
Bonner Jugendbewegung
SchülerInnen-AG der SDAJ

Anfahrt:
Städtisches Schiller-Gymnasium
Nikolausstraße 55
50937 Köln

Das Schiller-Gymnasium liegt in Köln-Sülz, genauer in dem Carrée zwischen Universitätsstraße und Weyertal bzw. Zülpicher und Berrenrather Straße.

Einen Lageplan der Schule gibt es unter www.schillergymnasium-koeln.de

Kriminalisierung von Antifaschist_innen

Gerichtliche Kriminalisierung und staatsanwaltliche Einschüchterungsversuche von Nazigegnern nach Neonazidemonstration in Remagen


Zeigt Solidarität – Spendet Geld!

Rote Hilfe e.V.
Konto Nr 400 723 8302
GLS Gemeinschaftsbank
BLZ 430 609 67
Stichwort: Remagen

Am 12.05.2011 wurde vor dem Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler ein 23jähriger Antifaschist ohne Beweise wegen gefährlicher Korperverletzung zu einer Haftstrafe von 18 Monaten auf Bewährung und einer Reihe schikanierender Auf­lagen verurteilt. Bei mindestens 6 Personen stehen noch Gerichtsverfahren wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung an.
Der ermittelnde Oberstaatsanwalt J.-W. Schmengler tönte schon bei der Haftprüfung des 23jährigen Antifaschisten, dass er ihn und seine „Freunde allesamt in den Knast“ bringen werde. Vom rechtsstaatlichen Grundsatz der Unschuldsvermutung war also von Anfang an nicht die Rede. Beim Prozess wurden der Angeklagte und sein Verteidiger beschimpft und Menschen im Publikum Schreibblöcke und Stifte abgenommen. Ein Entlastungszeuge, der vor Gericht aussagen konnte, dass der Polizeibeamte mit Pfefferspray und Teleskopschlagstock gegen die Demonstrantengruppe vorgegangen sei, wurde zum krönenden Abschluss wegen vermeintlicher Falschaussage in Handschellen aus dem Gericht abgeführt. Er wurde über 6 Stunden in Polizeigewahrsam gehalten. Ihm droht nun ebenfalls ein Gerichtsverfahren.
Hier soll dringend notwendiges antifaschistisches Engagement im Rhein-Ahrkreis kriminalisiert werden. Verurteilungen ohne Beweise und eklatante Zeugeneinschüchterungen dürfen nicht hingenommen werden.
Antifaschistischer Widerstand ist notwendig, denn im Rhein-Ahrkreis gibt es mit dem Aktionsbüro Mittelrhein eine der aktiv­sten und gefährlichsten Nazigruppierungen in Westdeutschland.

Entnommen von: http://antifabonn.blogsport.de/